über uns

Die Geschichte

Männerchor Überlingen e.V.
150 Jahre Männerchor Überlingen 1861 e. V. (Stand Sept.2013) I m    Verlauf    der    Industrialisierung    entstand    in    den    ersten    Jahrzehnten    des    19.    Jahrhunderts    die Arbeiterbewegung.    Die    Bestrebungen    der    Bewegung    waren    die    Verbesserung    der    wirtschaftlichen, sozialen    und    politischen    Lage.    Diese    Bewegung    versuchte,    mit    gemeinschaftlichem    Willen    und einheitlicher   Vorstellung   von   erreichbaren   Zielen,   soziale   und   wirtschaftliche   Verbesserungen   für   die Arbeiter       durchzusetzen.       Auch       bei       beiden       Konfessionen       regte       sich       das       christliche Verantwortungsbewusstsein,     sie     sahen     in     tätiger     Nächstenliebe     und     christlicher     Gesinnung Möglichkeiten   zur   Linderung   der   Not.   Die   Bildung   und   Fortbildung   der   Arbeiter   war   von   Beginn   an Bestandteil   dieser   Bewegung   und   so   taten   sich   im   Jahr   1861   gleichgesinnte   Männer   in   Überlingen zusammen,   um   einen   Arbeiterbildungsverein   zu   gründen,   dies   wurde   begünstigt   durch   den   hier   in Überlingen   ansässigen   katholischen   Gesellenverein,   der   seine   Auflösung   beabsichtigte.   Am   16.   April 1861   wurde   die   Gründung   des   Arbeiterbildungsvereins   vollzogen.   Sie   fand   im   Gasthaus   „Zur   Rose“, dem heutigen Café Mokkas statt. Mit    Beginn    des    Vereinslebens    wurden    Unterrichtsstunden    in    verschiedenen    Fächern    gegeben,    sie fanden    wöchentlich    zweimal    statt.    Hinzu    kam    ein    monatlicher    Unterhaltungsabend,    der    u.    a.    von singenden   Männern   gestaltet   wurde.   Im   Juni   1865   wurde   dann   die   Sängerabteilung   offiziell   nominiert,   ihr gehörten   zu   diesem   Zeitpunkt   24   Sänger   unter   der   Leitung   von   Gesangslehrer   Kimmicher   an.   Er   leitete den Chor bis 1886. 1868   eröffnete   der   Verein   eine   Bibliothek,   diese   hatte   sich   1899   schon   so   vergrößert,   dass   sogar   ein Bibliothekar   eingestellt   wurde.   Im   Jahre   1900   zählte   der   Verein   170   Mitglieder,   davon   waren   25   aktive Sänger.    Im   Jahr   1902   betrug   der   Bücherbestand   der   Bibliothek   470   Bände,   die   Mitgliederzahl   des Vereins war auf 200 gestiegen. Bis   zum   Jahr   1937   hatte   sich   der   Chor   auf   78   Sänger   vergrößert.   Nach   dem   2.   Weltkrieg   wurde   der Verein   auf   Befehl   der   Franzosen   aufgelöst,   1949   nach   der   Genehmigung   durch   diese   Besatzungsmacht aber   wieder   ins   Leben   gerufen   und   der   Neuaufbau   wurde   am   25.   Januar   1953   vollendet.   Erster   Vorstand wurde   Gustav   Regenscheit,   als   zweiter   Vorstand   wurde   Josef   Scheuermann   bestimmt.   Am   Freitag,   4. September   1953   fand   dann   die   erste   Probe   nach   dem   Krieg   statt.   Erster   Dirigent   wurde   Herr   Schroer, der seinerzeit auch Kapellmeister der Meersburger Knabenmusik war. 1956   folgte   ihm   der   damalige   Oberlehrer   Josef   Hartmann,   der   spätere   Rektor   der   Wiestorschule   nach. Probenlokal   wurde   damals   der   Musiksaal   des   Gymnasiums   am   See   und   die   Proben   fanden   jeweils   am Samstagabend um 20:00 Uhr statt. 1961   wurde   das   100-jährige   und   1986   das   125-jährige   Jubiläum   jeweils   groß   gefeiert.   Dazwischen   lagen 3   Dirigentenwechsel:   Josef   Hartmann   musste   aus   gesundheitlichen   Gründen   sein   Amt   abgeben   und   so wurde   Alois   Häderer   von   1969   bis   1973   sein   Nachfolger.   Von   1974   bis   1981   übernahm   dann   Rektor Josef   Riede   die   Chorleitung   des   Männerchores,   1982   war   es   Manfred   Geil,   der   den   Dirigentenstab   von Josef    Riede    übernahm.    Wegen    beruflicher    Veränderungen    beendete    Manfred    Geil    1990    seine Chorleitertätigkeit. Sein   Nachfolger   war   der   junge   Chorleiter   Eberhard   Graf.   Als   der   Männerchor   im   Jahr   2001   sein   140- jähriges   Bestehen   feiern   wollte,   war   der   Chor   kaum   mehr   alleine   singfähig,   nur   noch   ca.   10   Sänger gehörten   dem   Chor   an.   Zu   diesem   Jubiläum   sollte   eine   Feier   des   Männerchores   stattfinden.   Dazu wurden    die    noch    aktiven    und    die    zuletzt    nicht    mehr    mitsingenden    Männer    mit    ihren    Angehörigen eingeladen.   Bernhard   Schäuble,   zu   dieser   Zeit   nicht   mehr   als   Sänger   im   Männerchor   aktiv,   machte   den Vorschlag,    einen    Chor    zusammen    zu    stellen,    mit    dem    man    dann    im    St.    Nikolaus    Münster    eine Abendmesse   musikalisch   gestalten   solle.   Es   gelang   ihm,   26   Sänger   für   diesen   Chor   zu   aktivieren   und   so wurde   unter   der   Leitung   von   Eberhard   Graf   an   einem   Samstag   im   März   2001   der   Abendgottesdienst   im Münster   mit   der   Deutschen   Messe   von   Franz   Schubert   und   einigen   Liedern   umrahmt.   Anschließend feierte   man   zusammen   im   Hotel   Ochsen   im   Beisein   von   Oberbürgermeister   Volkmar   Weber   dieses   140- jährige Bestehen. Eberhard   Graf   beendete   nach   diesem   Ereignis   seine   Chorleitertätigkeit   für   den   Männerchor.   Es   galt   nun, einen   neuen   Chorleiter   zu   suchen,   dies   für   einen   Chor,   der   kaum   noch   Sänger   hatte   und   erst   wieder   im Entstehen   war.   Der   ans   Überlinger   Münster   berufene   junge   Organist   Stephan   Knauer   konnte   für   die Arbeit   mit   dem   Männerchor   gewonnen   werden,   so   übernahm   Münsterorganist   Stefan   Knauer   2002   den Männerchor als Chorleiter bis zu seinem studienbedingten Weggang im Mai 2004. .... / 2
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